Stadtwerke und Zweckverband: Unser Trinkwasser ist sauber

„Unser Trinkwasser entspricht zu 100 Prozent den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Wir nutzen in Neustrelitz nur gedeckte, also geschützte eiszeitliche Grundwasserleiter in bis zu mehr als 200 Metern Tiefe, ein Nitrateintrag hier ist faktisch ausgeschlossen“, so Andreas Kolbatz, Abteilungsleiter Netzbetrieb Gas, Wasser, Abwasser bei den Stadtwerken Neustrelitz. Bei einem vom Gesetzgeber festgelegten Nitrat-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter stünden beim Wasser der Stadtwerke lediglich 0,84 Milligramm zu Buche.

Der Stadtwerker reagierte damit auf Veröffentlichungen des VSR-Gewässerschutz zu einer hohen Belastung einiger privater Brunnen in der Residenzstadt und ihrem Umland, die für Irritationen gesorgt haben. Das Stadtwerke-Wasser sei absolut rein und könne unbedenklich sogar zur Zubereitung von Babynahrung genutzt werden, betont Kolbatz. Lediglich Eisen und Mangan werde entzogen, ansonsten bleibe es in seinem ursprünglichen Zustand. Zwei Mal pro Jahr wird das von dem Versorger angebotene Trinkwasser umfangreichen chemischen Analysen unterzogen, wöchentlich wird es auf bakteriologische Beeinträchtigungen überprüft.

Auch Ralf Düsel, Geschäftsführer des Wasserzweckverbandes Strelitz, verweist darauf, dass das Trinkwasser in seinem Verbandsgebiet nicht aus oberflächennahen Grundwasserleitern entnommen wird. „Wir haben zuletzt im Mai in unserer ‚Wasserzeitung‘ an alle Haushalte ausgewiesen, dass unser Trinkwasser sämtlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht. Die aufgelisteten Nitratwerte sind sehr weit von den Grenzwerten entfernt.“ Düsel bekräftigt, dass die Bürger hinsichtlich der Qualität des Trinkwassers vom Zweckverband „keinerlei Sorgen“ zu haben brauchen, und verweist neben den verbandseigenen Kontrollen auf die amtliche Überwachung.

Überschreitungen der Grenzwerte ausgeschlossen

„Trinkwasser der zentralen Wasserversorgung wird regelmäßig durch uns kontrolliert. Von daher ist sichergestellt, dass es gesundheitlich unbedenklich konsumiert werden kann und frei von gesundheitsschädlichen chemischen Stoffen oder Krankheitserregern ist“, bestätigt Dr. Franz-Josef Stein, Sachgebietsleiter Hygiene im Gesundheitsamt des Landkreises am Standort Neustrelitz, die Einschätzungen der Dienstleister. Insbesondere seien Nitratgrenzwertüberschreitungen auszuschließen.

„Diese Aussage trifft für private Brunnen, die überwiegend der Eigenversorgung dienen, nicht zu“, stellt Stein heraus Hier werde eine Brunnentiefe von zehn Metern selten überschritten. Darüber hinaus werden Einzugsgebiete der zentralen Wasserversorgung durch festgesetzte Schutzzonen mit bestimmten Einschränkungen, wie beispielsweise ein Verbot der Düngung oder Bebauung vor zivilisatorischen Einflüssen bewahrt. Im Gegensatz dazu lassen sich private Brunnen auch heute noch in unmittelbarer Nähe von Lagerstätten für Tierexkremente finden, welche eine Ursache für den Eintrag von Keimen und beispielsweise Nitrat in das Trinkwasser darstellen könnte.

Die Trinkwasserversorgung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erfolgt zum größten Teil über zentrale Wasserwerke (≥1000m³/d), die mehr als 99,5 Prozent  der Bevölkerung versorgen. Ergänzend gibt es dezentrale kleine Wasserwerke (<1000 m³/d)  und Kleinanlagen zur Eigenversorgung (private Brunnen). Das Trinkwasser des Landkreises wird zu 100 Prozent aus Grundwasser gewonnen.

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