Unser neues Wasserpreismodell: gerecht und transparent

Am 1. April führen Ihre Stadtwerke Neustrelitz auf der Basis von Paragraph 4 Abs. 2 AVBWasserV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser) ein neues Preismodell für die Trinkwasserversorgung ein. Es gilt gleichermaßen für private und gewerbliche Verbraucher sowie kommunale und soziale Einrichtungen. Die seit 1993 unveränderten Preise der Trinkwasserversorgung bei den Stadtwerken Neustrelitz haben in Kombination mit steigenden Kosten zu einem zunehmend defizitären Spartenergebnis geführt, sodass nun Handlungsbedarf besteht. Darüber hinaus sorgten die stabilen Preise unter anderem dafür, dass die Preise der Stadtwerke Neustrelitz GmbH im Vergleich zu anderen Wasserversorgungsunternehmen und Zweckverbänden in Mecklenburg-Vorpommern bei Bereitstellung– und Mengenpreisen teils deutlich unter dem Durschnitt liegen (Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern).

Um alle Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen, ist eine aufwändige Infrastruktur notwendig. Ohne diese wäre keine Trinkwasserversorgung in Neustrelitz möglich. Die Stadtwerke Neustrelitz betreiben ein umfassendes System, bestehend aus über 4.800 Messeinrichtungen, Wasserwerk, Reinwasserbehälter, Druckstationen sowie 140 Kilometer Leitungsnetz. Die hohe Anlagenintensität für den Wassertransport und Verteilung führt zu einem Fixkostenanteil von annähernd 82 Prozent. Lediglich 18 Prozent der Versorgungskosten hängen vom tatsächlichen Trinkwasserverbrauch unserer Kunden ab. In dem bisherigen Tarifsystem findet sich der hohe Fixkostenanteil nicht wieder.


Monatliche Mehrbelastung zwischen 1,50 Euro und 3,20 Euro


Das neue Preismodell wurde von den Stadtwerken Neustrelitz so ausgewogen gestaltet, dass sich die Belastungen in Folge der Umstellung in einer kleinen Bandbreite bewegen. Die monatliche Mehrbelastung liegt bei einem Haushalt mit Durchschnittsverbräuchen zwischen 1,50 Euro und 3,20 Euro. Das Preismodell wird bereits in der Praxis betrieben und hat dabei alle rechtlichen Hürden erfolgreich absolviert. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass in den Folgejahren die Preise relativ stabil gehalten werden konnten.

Der Bereitstellungspreis löst den Grundpreis ab. Er ist künftig unterschiedlich hoch, denn er richtet sich nach dem jeweiligen Nutzungsumfang des Kunden. In der neuen Preisstaffel wird die Zählergröße nach wie vor die Grundlage des Bereitstellungspreises abbilden, allerdings erweitert um das Element der jährlichen Gebrauchsmenge. Auf diese Weise werden Mehrverbräuche und eine damit einhergehend größere Inanspruchnahme der Infrastruktur gegenüber Einfamilienhäusern mittels eines höheren Grundpreises berücksichtigt.

Darüber hinaus ist für jeden installierten Wasserzähler (davon ausgenommen der Gartenwasserzähler) ein jährlicher Basispreis zu entrichten. Er deckt anteilig den Organisationsaufwand, der für die Wasserversorgung entsteht. Der Basispreis gilt für alle Kunden und besitzt stets die gleiche Höhe für jeden installierten Zähler. Schließlich fällt der Mengenpreis, wie bisher, in unveränderter Höhe an.

Hier geht es zu den neuen Wasserpreisen. Lesen Sie dazu auch häufig gestellte Fragen und die Antworten unter "Produkte/Wasser".

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