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Kanalisation, Wasser und Gasversorgung Drucken E-Mail

Folgender Text entstammt dem Buch "Die Geschichte der Landes­hauptstadt Neustrelitz" von Dr. Phil. August Endler aus dem Jahr 1933. Die Bilder sind Postkartenmotive aus der Zeit von ca. 1890 bis ca. 1940.

Das wellige Gelände, auf dem Neustrelitz angelegt ist, bedeutete für das Ablaufen der Abwässer eine außerordentlich große Schwierigkeit. Es bestand immer wieder die Gefahr, daß in den Senkungen sich diese stauten und nicht nur durch ihren Geruch sich übel bemerkbar machten, sondern auch zu Seuchenherden wurden. Die Waserversorgung, die durch Straßenbrunnen erfolgte, war ebenfalls nicht ohne Bedenken, da die Abwässer leicht in die Brunnen hineinlaufen oder sie wenigstens durch Sickerwasser verseuchen konnten.

Tatsächlich brach in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts in einzelnen Teilen der Stadt fast regelmäßig in jedem Jahr Typhus oder, wie man damals sagte, Nervenfieber aus.

1857 wurde die Frage der Entwässerung und im Zusammenhang damit die Frage der Wasserversorgung von der Medizinalkommision eingehend geprüft.

Die Entwässerung der Stadt erfolgte damals durch drei Gräben. Strelitzer Straße, Glambecker Straße, Bruchstraße, Töpferstraße, Tiergartenstraße und Schloßstraße entwässerten in den Kanal, der vom neuen Markt durch das Bruch beim Katergang führte. Er war, wie wir sahen, nur teilweise bedeckt und im Unterlauf hatte er so schwaches Gefälle, daß leicht Stauungen sich in ihm bildeten. Da er von der Kammer unterhalten wurde, wurde er als "Kammerkanal" bezeichnet.

Die Seestraße entwässerte direkt in den Zierker See. Die Abwässer der Sassenstraße, Mühlenstraße, der rechten Seite der oberen Zierker Straße und Georgstraße wurden durch einen Graben aufgenommen, der vom Russischen Lager kam, die Zierker Straße kurz vor der Georgstraße kreuzte, die Georgstraße entlanglief und in der Gegend des Holzhafens mündete. Er war offen, nur in der Straße selbst mit Holz überdeckt. Ihm wurde auch das Wasser der linken H&suml;lfte der Zierker Straße zugeführt durch einen ebenfalls offenen Graben, der, am Markt beginnend, hinter den Häusern entlang führte. Da der Graben zudem noch einen zu engen Auslauf in den Zierker See hatte, überschwemmte er häufig die Keller der anliegenden Grundstücke. Der Rest der Zierker Straße schließlich hatte Abfluß nach dem Mühlengraben.

Führten schon an sich die Hauptgräben das Wasser schlecht ab, so wurde dies noch dadurch erschwert, daß die Abwässer große Mengen von Unrat, die von den Höfen auf die Straßen gespült wurden, mit in die Gräben brachten und diese sich daher trotz häufiger Reinigung immer zusetzten. Ließen doch die Schlächtereien alles Blut untermischt mit Fleischabfällen in den Rinnstein laufen. Die Höfe waren ein trübes Kapitel. Senkgruben, in denen die Abwässer vor dem Ablaufen geklärt wurden, gab es in der Schloßstraße 4, in der Seestraße 2, sonst keine in der Stadt. Aber selbst gemauerte Dunggruben fehlten an vielen Stellen, und man begnügte sich mit Erdlöchern. Höfe auf denen 12 und mehr Schweinekoben standen, waren ungedämmt. Der Boden zog sich voll mit Schmutzwasser. Eine Reihe großer Viehwirtschaften innerhalb der Stadt verschlimmerten die Zustände noch. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde die Ausmauerung aller Gräben, die Befestigung des Bruchs beim Katergang und ein systematischer Ausbau des Kanalnetzes gefordert. In Anregung brachte man auch den Bau eines Schlachthauses.

Zunächst half sich die Stadt mit einem Verbot des Ausgießens von Unrat und einem Verbot des Sammelns von Lumpen und Knochen in der Stadt. Auch wurden wenigstens überall systematisch Rinnsteine angelegt, und diese, soweit möglich, nach der Anlegung des Georgsdenkmals von den Springbrunnen aus gespült. Das Schlachthausprojekt wurde erörtert, blieb aber stecken.

1870 begann man nun mit der Anlegung von Sielen zur Abführung des Regen und Küchenwassers. Zunächst wurde ein Siel in der Schloßstraße gelegt. 1886 folgte die Seestraße. In den nächsten Jahren wurden die Straßen nach und nach alle kanalisiert und an die bestehenden Hauptkanäle angeschlossen. 1885 wurde der Kanal in der Zierker Straße ebenfalls unterirdisch in Rohre gelegt. Als die Augustrastraße gebaut wurde, führte man die Entwässerung in einen Graben der am Tiergarten entlang floß oder vielmehr fließen sollte, denn da er kein Gefälle hatte, stagnierte er. Die Hohenzieritzer Straße entwässerte zunächst in den Glambecker See, bis die Landesregierung eingriff, um wenigstens hier klares Wasser zu behalten. Zunächst wollte man eine Ableitung ins russische Lager schaffen, entschloß sich aber schließlich, durch Milows Gang Anschluß an den "Kammerkanal" zu schaffen. Seit 1888 hatte der Magistrat durch eine landesherrlich bestätigte Verordnung die Möglichkeit, die Hausbesitzer zum Anschluß an dieses Kanalnetz zu zwingen.

Seit 1893 strebte der Magistrat danach, in Neustrelitz sas systemlos entstandene Kanalnetz systematisch auszubauen und den Abfluß einheitlich nach dem Zierker See zu leiten. Auch sollte das Kanalnetz ausgebaut werden, daß es auch die Fäkalien aufnehmen konnte. Es wurden mehrere umfangreiche Projekte dafür ausgearbeitet, doch lehnte die Landesregierung auf Vorschlag des Medizinalkollegiums die Projekte ab, da, solange die Dunggruben wegen der Viehhaltung bleiben müßten, für die Anlegung von W.C.s keine Veranlassung vorläge und das Fehlen eines Wasserwerks die Anlage fast unmöglich machen würde. Das Kollegium forderte als wichtiger: Schaffung einer zentralen Wasserversorgung, Organisation der Fäkalienabfuhr und Verbesserung der Kanalisation für Regen- und Küchenwasser.

Damit wurde die Frage der zentralen Wasserversorgung wieder in den Vordergrund geschoben. 1859 hatte eine Untersuchung einer Reihe von Brunnen wider Erwarten keine ungünstigen Ergebnisse gezeitigt, und man begnügte sich deswegen damit, die Brunnen gegen das Eindringen von Schmutzwasser zu schützen. Als aber 1881 in kleinen scharf begrenzten Bezirken der Stadt epidemisch Typhus auftrat, wandte das Medizinalkollegium wieder den Brunnen seine Aufmerksamkeit zu und ließ das Wasser von 60 öffentlichen und privaten Brunnen untersuchen.

Das Ergebnis war geradezu niederschmetternd. Nur 8 Brunnen hatten Wasser, das als wirklich gut zu bezeichnen war. Diese 8 Brunnen aber lagen alle an der Peripherie der Stadt. Weitere 18 lieferten ein Wasser, das man als leidlich bezeichnen konnte. Der Rest aber war völlig unbrauchbar, und gerade die Brunnen, die die von Typhus heimgesuchten Häuser versorgten, lieferten ein besonders schlechtes Ergebnis.

Zunächst half man durch Sperrung der schlechteren Brunnen und durch Reinigung der übrigen. Für Beschaffung guten Wassers wurden 2 Vorschläge gemacht, einmal durch Tiefbohrung Brunnen mit völlig einwandfreiem Wasser zu schaffen oder zentrale Wasserversorgung anzulegen. Man wollte dafür das Wasser aus dem Glambecker See nehmen, auf dessen Reinhaltung daher gedrungen wurde.

Mehrere Projekte wurden vorgelegt, aber die Stadt war nicht in der Lage, aus eigenen Mitteln das Werk zu bauen, und man versuchte, durch Verhandlungen mit privaten Unternehmern zum Ziel zu kommen. Doch blieb die Angelegenheit in der Schwebe, da sich niemand fand.

Neuen Auftrieb aber erhielt sie, als 1897 der Ingenieur Desten eine Denkschrift über die Wasserversorgung von Neustrelitz vorlegte. 1899 kam die Stadt zum Abschluß eines Vertrages mit einem Generaldirektor Ritter, der die Anlage und den Betrieb eines Wasserwerks übernahm. Doch zedierte er bereits 1900 seine Rechte an die Aktiengesellschaft "Deutsche Wasserwerke", die den Bau ausführte. 1902 wurden Verhandlungen mit Alt-Strelitz geführt, das an die Wasserleitung angeschlossen werden wollte. Doch scheiterte dies bereits im Anfangsstadium.

Da das Wasser aus Tiefbrunnen gewonnen wird, besitzt Neustrelitz seit 1902 eine einwandfreie Wasserversorgung. Kurz vorher war auch ein weiterer Wunsch, den 1859 die Medizinalkommission ausgesprochen hatte, erfüllt: die Anschaffung der Hausschlächterei. 1894 beschloß der Magistrat den Bau eines Schlachthauses. Bei der Wahl des PLatzes gab es zunächst einige Schwierigkeiten, da die Anwohner der Zierker Straße, unterstützt vom Baugewerk und von der Schlachterinnung, das Schlachthaus an das untere Ende der Zierker Straße haben wollten, da das Geschäftsleben in ihrer Straße durch die Anlage des Bahnhofs an anderen Ende der Stadt schwer gelitten hatte. Der Großherzog erkannte die Berechtigung dieses Wunsches bis zu einem gewissen Grade an, gab aber schließlich doch den Vorschlägen der Sachverständigen, die zu dem jetzigen Platz rieten, nach. Am 17. August 1897 wurde der Betrieb aufgenommen.

Damit waren zwei Projekte, die von größter Bedeutung für die sanitären Verhältnisse der Stadt waren, verwirklicht. Es fehlte jetzt nur noch die Anlage der Kanalisation. 1904 begann die Stadt aufs neue dafür Vorschläge zu machen und fand jetzt die stärkste Unterstützung bei dem Medizinalkollegium, das die Anlegung von W. C.S dringend befürwortete, zumal schon zahlreiche Hausbesitzer solche mit eigenen Senkgruben angelegt hatten. 1906 wurde nach eingehender Prüfung das endgültige Projekte genehmigt, das eine Kläranlage vorsah. Der Plan Rieselfelder zu schaffen, wurde abgelehnt. Der "Kammerkanal" ging an die Stadt über, und der systematische Ausbau der gesamten Kanalisation wurde durchgeführt. Am 8. Dezember 1908 konnte die neue Kanalisation in Betrieb genommen werden.

Innerhalb von 10 Jahren war damit Neustrelitz aus einem Ort, dem jede sanitäre Anstalt fehlte, zu einer modernen Stadt geworden, die alle Anforderungen, die man an ihre hygienischen Einrichtung stellen konnte, voll und ganz erfüllte.

Von ähnlicher, in wirtschaftlicher Hinsicht wohl noch größerer Bedeutung für die Entwicklung der Stadt wie die zentrale Wasserversorgung ist die zentrale Lichtversorgung. In erster Linie kam zunächst die Gasversorgung, später auch die Versorgung mit Elektrizität in Frage. Seit 1852 wurden zahlreiche Vorschläge von englischen, in Mecklenburg tätigen, und deutschen Gesellschaften gemacht. Neben Steinkohlegas wurde Holzgas, neben Lieferung des Gases durch Röhren wurde Versorgung durch Wagen, die Gas in Behälter preßten, die in jedem Haus eingebaut werden sollten, angeboten.

Schließlich wurde am 23. Juni 1857 dem Kaufmann A. Saefkow aus Anklam die Konzession zur Anlegung einer Gasfabrik erteilt. Er erhielt für 20 Jahre ein Monopol, und die Stadt verpflichtete sich, die Straßen mit Gas zu beleuchten. Es ist nicht die erste Straßenbeleuchtung, denn seit 1841 wurden bereits die Straßen mit Ölflammen erhellt. Die Kosten wurden durch eine besondere Umlage, später durch die Einführung der Hundesteuer gedeckt.

Die Gasanstalt hatte bei ihrem Entstehen viele Schwierigkeiten zu überwinden, da der Unternehmer nicht kapitalkräftig genug war. Hätte die Landesregierung nicht immer wieder durch Anleihen geholfen, wäre das Unternehmen schon in seinen Anfängen zusammengebrochen. So aber konnte es sich langsam entwickeln, wenn auch immer wieder Klagen über schlechtes Gas kamen. Zur Beaufsichtigung des Gaswerks wurde 1867 von der Stadt ein besonderer Gasinspektor, zuerst ein Dr. Fischer, angestellt.

Bis 1872 schleppte Saefkow sein Unternehmen durch, dann brach es zusammen, und der Rentier Luffsmann, Neustrelitz, erstand das Werk im Konkurs für 52650 Th. Die Stadt lehnte eine Ausbung des Vorkaufsrechts ab, da das Werk unrentabel schien. Auch als 1878 der Kontrakt verlängert wurde, kam ein Ankauf nicht in Frage, da die Stadt nicht über die notwenigen Mittel dazu verfügte. Sie behielt sich aber für die Zukunft das Vorkaufsrecht wieder vor. Sie verlängerte auch den Kontrakt bis 1885. Luffsmann hat immer wieder versucht, das Werk zu verkaufen. Mit einer Magdeburger Gesellschaft geführte Verhandlungen scheiterten jedoch 1876. Sobald aber der Verlängerungsvertrag 1879 endgültig abgeschlossen war, wurde 1880 das Werk für 180 000 Mark an den Kaufmann Alexander Grosse aus Neustrelitz verkauft. Die Stadt verzichtete wiederum auf das Vorkaufsrecht. Der Kontrakt lief nach 1885 vorläufig stillschweigend weiter. Erst 1887 wurden dahingehende Verhandlungen aufgenommen. Nachdem die Regierung zunächst die Verlängerung des Kontrakts nur bis 1895 zugestehen wollte, stimmte sie schließlich dem Vorschlag des Magistrats zu, bis 1900 zu verlängern, falls der Besitzer gewisse Verbesserungen einführte.

Als die neue Konzesionsfrist sich ihrem Ende näherte, wurde aufs neue die Frage des Ankaufs des Gaswerks durch die Stadt akut. Während die Verhandlungen schwebten, verkaufte 1989 die bisherige Besitzerin Grosse das Unternehmen für 235 000 Mark an die Aktiengesellschaft für Gas und Elektrizität in Köln. Die Stadt verzichtete auf die Ausübung des Vorkaufrechts und schloß zum 1. April 1899 einen Vertrag mit der Gesellschaft. Die Dauer des Vertrags wurde auf 35 Jahre bestimmt. Nach Ablauf dieser Frist sollte die Stadt verpflichtet sein, entweder den Vertrag zu verlängern oder das Werk zu übernehmen. Der Preis sollte das Mittel zwischen Taxe und Ertragswert sein. Jedoch war die Stadt berechtigt, den Verkauf an sie schon nach 15, 23 oder 30 Jahren zu fordern. Die Gesellschaft war ferner verpflichtet, jederzeit, außer in den ersten 10 und in den letzten 5 Kontraktsjahren, auf Verlangen des Magistrats ein Elektrizitätswerk zu bauen. Schließlich zahlte das Werk eine jährliche Abgabe an die Stadt. Der Vertrag lief vom 1. April 1899.

Der Gaskonsum hob sich in dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts so außerordentlich, daß das Werk in höchstem Maße einträglich wurde. Die Stadt trat daher, als die ersten 15 Kontraktsjahre sich ihrem Ende näherten, der Frage des Ankaufs näher. In einer der ersten Sitzungen der neu geschaffenen Bürgervertretung wurde der Ankauf des Werkes gegen 3 Stimmen beschlossen. Mißstände in der Gaslieferung und Streitigkeiten mit der Gesellschaft, die schon zu Schiedsgerichten geführt hatten, förderten den Entschluß, der aber vor allem aus finanziellen Gründen gefaßt wurde. Ein auf Grund des Vertrages zur Ermittlung des Übernahmepreises zusammengetretenes Schiedsgericht stellte den Preis, den die Stadt für die Überlassung des Werkes zu zahlen hatte, mit 582730 Mark fest. Die Besitzerin hatte 728 000 Mark gefordert. Die nötigen Mittel für die Übernahme wurden durch Anleihe aufgebracht. Am 1. April 1914 ging das Gaswerk in den Besitz der Stadt über, die damit die Grundlage für den Aufbau der städtischen Werke legte. Die Stadt hatte das Glück, daß die Übernahme noch vor Ausbruch des Weltkrieges, der sie sicher unmöglich gemacht hätte, erfolgen konnte. Immerhin wirkte sich der Krieg in der Höhe des Zinsflußes für das angeliehene Kapital, über das der Vertrag erst im August fertig wurde, unangenehm aus. Doch wurde vom Großherzog, der das Kapital gegeben hatte, 1915 bereits der Zinsfuß auf 4 % gesenkt.

Infolge der Übernahme des Gaswerks durch die Stadt war die Frage eines Elektrizitätswerks zunächst in den Hintergrund getreten. Bereits 1890 wurde von den Inhabern der Maschinenfabrik Maaß am Zierker See dem Ministrerium der Antrag vorgelegt, ihnen die Anlegung eines Elektrizitätswerks für Neustrelitz zu gestatten. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt, da der Vertrag mit dem Gaswerk einem solchen entgegenstand. Nach ihm war nur dieser oder die Stadt selbst berechtigt, ein solches zu bauen. Die Stadt selbst aber hielt den Bau eines Werkes höchstens in Verbindung mit einem Wasserwerk für möglich. Für beides aber fehlten in dieser Zeit die Mittel.

Wie oben erwähnt, konnte die Stadt zum 1. April 1909 die Einrichtung eines Elektrizitätswerks durch die Kölner Aktiengesellschaft verlangen. Man verzichtete aber aus zwei Gründen darauf, einmal, weil man eine Verlegung der Gasanstalt wünschte und hoffte, durch Verzicht auf den Anspruch auf den Bau des Elektrizitätswerks die Gesellschaft solchen Plänen geneigter zu stimmen, dann aber auch - und das war vor allem maßgebend - trug man Bedenken, die Gesellschaft 1909 zum Bau neuer Einrichtungen zu veranlassen, die den für 1914 ins AUge gefaßten Kauf des Gaswerks für die Stadt beträchtlich verteuern mußten. Der Krieg ließ auch hier dann alle Projekte ruhen, so daß Neustrelitz noch lange Zeit ohne elektrisches Licht war. Da der Großherzog ein eigenes Werk besaß, trat von Seiten des Hofes der Wunsch nach Beschaffung von Elektrizität an die Stadt nicht heran.


Quelle:

Die Geschichte der Landeshauptstadt Neustrelitz

Im Auftrage des Rats der Stadt
herausgegeben von
Dr. Phil. August Endler
Archivrat am Hauptarchiv Neustrelitz

1933
Carl Hinstorffs Verlag, Rostock

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 12. März 2009 um 10:00 Uhr
 

 

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