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Nordkurier am 02.10.2008 ENERGIE Die Einkaufs- und Erzeugergemeinschaft im Land sieht sich auf dem richtigen Weg, inzwischen wird lokal über eine eigene Versorgung nachgedacht. Von André Gross. Neustrelitz Die unter der gemeinsamen Dachmarke "enemax" auftretenden Stadtwerke des Landes, die seit 01. Juli über ihre Stammbereiche hinaus eigenen Strom anbieten (der Nordkurier berichtete), offerieren jetzt auch Gas unter gleichem Namen. Seit gestern bieten die Stadtwerke Neustrelitz den alternativen Gastarif im Umkreis der Stadt an. "Unser Stadtwerke-Verbund als Einkaufs- und Erzeugergemeinschaft hat in den vergangenen Monaten einen Riesenschritt voran gemacht, der vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen wäre", so der Neustrelitzer Geschäftsführer Frank Schmetzke. Das Kundeninteresse bestärke die Unternehmen in ihrer Überzeugung, auf dem richtigen Weg zu sein. In Neustrelitz sind bislang 50 "enemax"-Neukundenverträge aufgelaufen. Auf eine gemeinsame Marken-Offensive haben die Stadtwerke bislang allerdings verzichtet. In der Kürze der Zeit sei es noch nicht gelungen, ein virtuelles "enemax"-Netzwerk in Betrieb zu nehmen, das alle Unternehmen verbindet und von den Kunden als solches erkennbar ist, räumte Schmetzke ein. Das sei nicht einfach mit dem Hinstellen eines Computers zu bewerkstelligen. An einer IT-Lösung werde aber mit Hochdruck gearbeitet, einstweilen rechne noch jedes Stadtwerk "enemax" für sich ab. "Eine Zwischenlösung, die aber nicht zu Lasten des Kunden geht", betonte Geschäftsführer Schmetzke. Erklärtes Ziel der Stadtwerke ist laut Schmetzke, sich nicht nur am Markt zu behaupten, sondern die Wertschöpfung auch in der Region zu belassen. Darunter ordnet sich eine weitere Initiative ein. Gemeinsam mit dem Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte und der Gemeinde Rechlin ist eine Machbarkeitsstudie zur Gründung eines eigenen Energieversorgungsunternehmens angeschoben worden. Hintergrund ist das Auslaufen der Konzessionsverträge, die E.ON edis besitzt. "Für die Gemeinden besteht hier die Möglichkeit, ein Mitspracherecht zu ihrer Energieversorgung zu bekommen, das sie bislang nicht haben, Gelegenheit, die Nachwendeentscheidung für einen Monopolisten zu überdenken", warb der Geschäftsführer. Das Modell sei auch in anderen Bereichen des Landkreises denkbar. Letztlich verfolgten natürlich die Stadtwerke auch ihr Interesse der Markterweiterung. Da ein so gravierender Schritt, nicht aus dem Bauch heraus in seiner Erfolgsaussicht zu beurteilen ist, wurde die Studie angeschoben. "Sollte die zu einem negativen Ergebnis kommen, war es immerhin eine schöne Idee", merkte Frank Schmetzke an. Kundencenter Stadtwerke Neustrelitz: Telefon 03981 474161 bis -165 |