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Bauvorhaben Leea Drucken E-Mail

Leea zeigt sich auch von der gelehrten Seite

Neustrelitz/Waren. Der Bildungsstandort Neustrelitz wird gestärkt, und zwar mit Hilfe von der Müritz. Jetzt hat der Verein des Landeszentrums Erneuerbare Energien die Leea-Akademie annonciert.

Das an der Neustrelitzer Ortsumgehung entstehende Landeszentrum für Erneuerbare Energien (Leea) wird nicht nur Ausstellungs- und Erlebnis-, sondern auch Bildungsadresse sein. Das teilte der Geschäftsführer der dortigen Stadtwerke, Frank Schmetzke, in einem Gespräch mit dem Nordkurier mit. Für die Leea-Akademie konnte das Überregionale Ausbildungszentrum Waren (ÜAZ) als Partner gewonnen werden. „Die Akademie soll Berufsbilder entwickeln, Fortbildung anbieten, die Kontakte zu den Hochschulen speziell in unserem Bundesland intensivieren“, umriss Schmetzke. Um das Konzept wirtschaftlich umsetzen zu können, sei ein Förderantrag beim Bund gestellt worden.
Der Innenausbau im Bildungsbereich des Landeszentrums sei weit fortgeschritten, gab der Geschäftsführer Auskunft, in der kommenden Woche werde hier der Estrich gegossen. Im Hauptgebäude werde derzeit die Sprinkler-Anlage installiert, parallel dazu laufe der Trockenbau. Die Arbeiten an der Fassade seien bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen. Zum Jahresausklang 2011 war die Kleinwindanlage installiert worden, für das Anbringen der Solarmodule werde noch günstigeres Wetter abgewartet. Leea wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie beschickt. 80 Prozent steuert das benachbarte Biomasse-Kraftwerk bei, für die übrigen 20 Prozent sorgen Wind und Sonne.
Im Bereich Unternehmenspräsentation sind 75 Prozent der Flächen vertraglich gebunden. „Das bekundete Interesse ist noch weitaus größer“, macht sich Schmetzke keine Sorgen um die Auslastung. Die Möblierung soll in transparenter, leichter Holzbauweise erfolgen, dieser Tage erfolgt die Ausschreibung. Detailabsprachen geschehen im engen Kontakt mit den Firmen. „Dabei sind Betriebe, die Messeerfahrungen haben, aber auch Unternehmen, die hier Neuland betreten“, erläuterte der Geschäftsführer den unterschiedlichen Aufwand der Aussteller.
Für die Leea-Erlebniswelt läuft die konzeptionelle Arbeit auf Hochtouren. Die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) hat erneute Förderung signalisiert. Für die Marketingplanung hat das Wismaraner Büro „Lachs von achtern“ den Zuschlag erhalten. Es hat sich bereits mit dem Müritzeum in Waren einen Namen gemacht hat.
Schmetzke präzisierte noch einmal Termine, wobei bauliche Fertigstellung nicht gleich Eröffnung sein könne. Zwar würden die Bauarbeiten im Mai/Juni abgeschlossen sein, aber den Unternehmen müsse für ihren Einzug Zeit bis Oktober gelassen werden. Was die Erlebniswelt angehe, so werde sie sich auch nach Eröffnung noch weiter entwickeln. Unmittelbar bevor steht Schmetzkes Antrittsbesuch bei Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD), nachdem der Bereich Energie dessen Ressort zugeschlagenworden ist. Schmetzke ist von einem „reibungslosen Übergang“ in Sachen Leea überzeugt.

Nordkurier, Strelitzer Zeitung, Artikel vom 19. Januar 2012
VON ANDRÈ GROSS

 

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 20. Januar 2012 um 09:19 Uhr
 

 

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