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ENERGIE Das Neustrelitzer Unternehmen lässt sich trotz absehbarer geringerer Solarstromvergütung ab Sommer nicht vom Kurz ab.
NEUSTRELITZ. Die Bundesregierung plant, zum 01. Juli die Solarenergievergütung um 16 Prozent zu schmälern (der Nordkurier berichtete). Bei den Stadtwerken Neustrelitz wird das gelassen gesehen, auch wenn das Unternehmen gerade eben wieder stark auf die Kraft von „Klärchen“ gesetzt hat.
Das zum Jahreswechsel angelaufene Projekt „Sonnendach für unser Klima“, bei dem die Stadtwerke die Investitionskosten für Solaranlagen übernehmen und die Vermieter der Flächen über deren Betriebskosten an der Vergütung beteiligen, hat auch ohne große Werbung bereits 80 Interessenten gefunden. „Es ist klar unser Ziel, dass wir noch vor der Kürzung, also spätestens zum 30. Juni, die Installationen abgeschlossen haben und damit von der alten Regelung profitieren“, so Geschäftsführer Frank Schmetzke gegenüber unserer Redaktion.
Mit 45 Bewerbern seien bereits verbindliche Vorgespräche geführt worden, davon elf außerhalb des Netzgebietes der Stadtwerke. 26 der vorgeschlagenen Objekte waren nicht geeignet. Die Dachflächen gehören Gemeinden, privaten und gewerblichen Kunden. Zusammen handele es sich um immerhin 2700 Quadratmeter, auf denen für 1,2 Millionen Euro Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 380 KWp untergebracht werden.
Keine Probleme sieht Schmetzke auch für die von den Stadtwerken geplante 1-MW-Photovoltaik-Anlage AM Kamp in Neustrelitz. „Die Ausschreibungen sind überwiegend erfolgt, im März beginnen die Arbeiten, wir werden rechtzeitig vor dem 1. Juli fertig und genießen damit ebenfalls Bestandsschutz“, versicherte er.
Auch für die Zeit nach dem Stichtag ist Schmetzke nicht bange. „Ich glaube nicht, dass es das Ende der Solardächer, wir legen unser Projekt nicht ad acta.“ Die Wirtschaft werde reagieren und Solaranlagen noch preiswerter anbieten. Zugleich zeichne ich ab, dass die Entwicklung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Module rasant voranschreit. „Beide Faktoren könnten dafür sorgen, dass die 16 Prozent Verlust ausgeglichen werden“, sagte Schmetzke. „Wir werden das beobachten und nehmen weiter Bewerbungen für unser Vorhaben an.“
Nordkurier 27.02.2010
VON ANDRÉ GROSS
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