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Solarkraft senkt Stromkosten Drucken E-Mail

MODELLPROJEKT Einen Umweltbonus gewähren die Stadtwerke Privatkunden und Gewerbetreibenden für die Installation von Photovoltaikanlagen.

NEUSTRELITZ. Mit einem Umweltbonus werben die Stadtwerke Neustrelitz für ihr neues Projekt „Sonnendach für unser Klima“: Hauseigentümer und Gewerbetreibende können ab sofort Dachflächen für Photovoltaikanlagen zur Verfügung stellen und die so gewonnene Solarenergie auf ihre Stromkosten anrechnen lassen. Auch öffentliche Einrichtungen, Gemeinden oder Schulen sind Adressaten für dieses Modell, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke gestern.... 

Mit mehr eigener Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien wollen die Stadtwerke unabhängiger von anderen Anbietern werden und zugleich die Umwelt entlasten. Das „Sonnendach“-Projekt gebe dabei auch Privatkunden die Möglichkeit, ohne eine Investition einen Preisvorteil zu erzielen. Die bisher in Neustrelitz installierten Solaranlagen gäben Ansporn, als Energieversorger vor Ort ein eigenes Service-Angebot zu unterbreiten. Bei der Montage arbeiten die Stadtwerke mit einheimischen Dachdecker- und Elektrofirmen zusammen. Jedes normale Eigenheimdach sei für Photovoltaikanlagen geeignet, betont Frank Schmetzke. Als optimal gelten 50 Quadratmeter Dachfläche mit 28 Prozent Neigung und Südausrichtung.

Auf diesen Daten beruht auch das Rechenbeispiel für eine 6-kWp-Anlage, deren Ertrag dem Hauseigentümer jährlich 120 Euro Umweltbonus einbringe. Erprobt wurde das Modell bereits durch ein Pilotprojekt bei einem leitenden Mitarbeiter der Stadtwerke. Die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mache Photovoltaikanlagen derzeit wirtschaftlich besonders attraktiv, weiß der Geschäftsführer: „Umweltbewusstsein fällt leichter, wenn es dabei einen finanziellen Vorteil gibt.“ Die „Sonnendach“-Konditionen werden auch auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Bei den Interessenten werde umgehend ein Mitarbeiter der Stadtwerke die technischen und rechtlichen Voraussetzungen überprüfen. Ansprechpartnerin im Kundenzentrum ist Gesine Zander unter der Rufnummer 03981 474-165.

 

Nordkurier  16.01.2010
VON SUSANNE SCHULZ

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 19. Januar 2010 um 11:06 Uhr
 

 

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