|
Landkreis ehrt engagierte Bürger und Unternehmen
BESUCH Die Bundespolitiker der Grünen, Fritz Kuhn und Harald Terpe, haben sich gestern im Neustrelitzer Biomasse-Heizkraftwerk umgesehen.
NEUSTRELITZ.Stadtwerke Geschäftsführer Frank Schmetzke hat sich gestern in Neustrelitz für starke regionale Energieversorger, die per Bundesgesetz einen Handlungsspielraum wie andere Energieversorger auch eingeräumt bekommen, stark gemacht.
Zudem machte er darauf aufmerksam, dass Wertschöpfungssysteme, die regional zustande kämen, am Ende auch dem Konsumenten preislich zu Gute kommen müssten. Anlass für den Appell Schmetzkes an die Bundespolitik war der Besuch des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag Fritz Kuhn im Biomasse-Heizkraftwerk.
Schmetzke setzte sich dafür ein, regionale Bündnisse zu bilden, um die Gewinnung von natürlichen Ressourcen zu verbrauchergünstigen Preisen vor Ort langfristig zu sichern und benannte das Beispiel der Preisentwicklung bei Holz als eine in einem regionalen Bündnis zu klärende Frage. Der Geschäftsführer machte klar, dass die Stadtwerke anders als andere Energieerzeuger ihren Rohstoff für das Heizkraftwerke aus einem Umkreis von 150 Kilometern beziehen.
Kuhn konnte sich überzeugen, dass die Stadtwerke Neustrelitz seit Jahren auf einem guten Weg sind, bei erneuerbarer Energien Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. Dabei ging es nicht nur um das Biomasse-Heizkraftwerk. Auch Synergieeffekte, die sich aus der Errichtung der Gewächshausanlage einen ostdeutschen Gemüseerzeugers und durch das geplante Landesinformations- und Demonstrationszentrum für erneuerbare Energien ergeben, wurden deutlich gemacht.
Kuhn hatte im Rahmen der Grünen-Initiative „Mit grünen Jobs aus der Krise“ vor einer Gesprächsrunde in Rostock in Neustrelitz Station gemacht. Er bekräftigte bei seinem Besuch, hier vorhandene Erfahrungen dort weiter zu geben, wo es ähnliche Kraftwerkspläne gibt. Helge Kramer, der wie weitere Mitglieder er Grünen aus dem Landkreis bei dem Besuch Kuhns in Neustrelitz dabei war, erinnerte daran, dass die Stadtwerke Neustrelitz als „grüner Leuchtturm“ in Berlin einen Namen hätten. Vor dem Hintergrund seines Besuchs in Neustrelitz sei es der ausdrückliche Wunsch von Fritz Kuhn gewesen, mit einem Praktiker vor Ort ins Gespräch zu kommen. Der grüne Bundestagspolitiker wurde in Neustrelitz von seinem Fraktionskollegen Harald Terpe begleitet.
Nordkurier 24.06.2009
VON MARLIES STEFFEN
|