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NEUSTRELITZ (GR). Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke wird in dieser Woche noch einmal nach Schwerin reisen, um mit dem zuständigen Bearbeiter Absprachen über die für das Landeszentrum für Erneuerbare Energien in Neustrelitz vorgesehenen Fördermittel zu treffen. „Wir hoffen dann schnell ausschreiben zu können“, sagte Schmetzke dem Nordkurier. „Lange genug hat es gedauert.“
Nordkurier 28.01.2009 Energieagentur des Landes angeregt ANGEBOT Die Einrichtung hätte nach Auffassung der Stadtwerke in Neustrelitz eine glaubwürdige Adresse und die passenden Nachbarn im Haus. VON ANDRÉ GROSS NEUSTRELITZ. Mit der Initiative seines Ressorts, in Mecklenburg Vorpommern eine Landesenergieagentur zu etablieren, hat Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) gestern in Neustrelitz offene Türen eingelaufen. In anderen Bundesländern existieren derartige Einrichtungen bereits. Bei einem Besuch des Biomassekraftwerkes der Stadtwerke Neustrelitz erhielt der Politiker gleich zwei Bereitschaftserklärungen, denn neben der Adresse der Agentur braucht es in Zeiten von Verwaltungsreformen um Landesapparat auch einen förderfähigen Träger. Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke hatte nicht von ungefähr das Modell des in der Nachbarschaft geplanten Landesinformations- und Demonstrationszentrum für Erneuerbare Energien auf den Beratungstisch stellen lassen. Dem Gastgeber ging es darum, noch einmal an maßgeblicher Stelle zu punkten, denn noch immer wartet er für den Neubau auf den Förderbescheid aus Schwerin. Und das unter gehörigem Druck, wie er sagte. „Es muss jetzt losgehen, sonst suchen sich die Firmen andere Vermarktungswege“, betonte Schmetzke. Allein in Mecklenburg-Vorpommern gebe es laut Internet rund 170 Unternehmen, die sich mit erneuerbaren Energien befassen. Das Interesse an Neustrelitz sei auch angesichts der „unwahrscheinlichen Glaubwürdigkeit der Stadt und ihrer Stadtwerke in diesem Bereich“ riesig. Unter Bezug auf die offensichtlich sehr komplizierte und damit zähflüssige Förderkonstruktion des Landes bot Schmetzke an, dass die Stadtwerke über ihre eine Million Euro Eigenanteil hinaus in Vorleistung gehen, wenn es unumstößlich Zusagen aus der Landeshauptstadt gebe. Minister Seidel nahm das Angebot aus Neustrelitz mit, der noch zu schaffenden Energieagentur in dem neuen Zentrum einen Standort zu geben. Als Träger könnten die Stadtwerke Neustrelitz, der Stadtwerke-Verbund im Land oder auch der vor der Gründung stehende Verein für das Zentrum fungieren, der dann einen entsprechenden Geschäftsbetrieb bilden müsste. „Wir werden das in unserem Haus noch intensivier besprechen müssen“, so der Minister zunächst erst einmal zufrieden über das Entgegenkommen. Im Anschluss standen gestern die Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (NeuWo) und die IPSE auf dem Programm des Schweriner Gastes. |